Sonntag, 24. Januar 2010

Ich bastle nicht, ich scrappe!

Diesen witzigen Ausspruch habe ich, soweit ich mich erinnern kann, irgendwann mal bei der wunderbaren Barbara Haane gelesen, deren Blog übrigens immer einen Besuch wert ist.
Aber der Spruch trifft genau auf mich zu. Ich sehe Scrappen auch nicht als Basteln. Für mich ist das mehr. Es ist die Verbindung all dessen, was ich bislang kreativ gemacht habe. Hier ist nichts unerheblich, nebensächlich oder unwichtiger als das andere. Alles hat seinen Sinn und Zweck und seine Berechtigung. Fotos, Papier, Kleben, Falten, Nähen, Malen ... Alles kann, nichts muss. So gefällt mir das.

Scrapbooking - was ist das eigentlich? Im ursprünglichen Sinne bedeutet es so viel wie "Schnipselalbum". Also ein Album, in dem Fotos, andere Erinnerungsstücke (sog. Memorabilien) und die Geschichten drumherum gesammelt und bewahrt werden.
Leider ist die schöne Tradition der Erstellung von Fotoalben im Laufe der letzten Jahre bei den meisten immer mehr in ins Hintertreffen geraten. Heute scharen sich die unzähligen (Familien-) Fotos in Kisten oder schmucklosen Billig-Alben - oder meist auch nur noch auf der Festplatte des PCs. Und kaum einer schaut sie mehr an. Früher gab es noch diese von vielen verhassten, aber doch irgendwie schon gemütlich und anheimelnd anmutenden Dia-Abende. Wer macht so was denn heute noch? Niemand, der was auf sich hält und der auch weiterhin Freunde haben möchte. *lol*

Da kommt die Rettung: Scrapbooking!

Ich scrappe, weil ich gerne kreativ bin.
Ich scrappe, weil ich damit viele verschiedene Techniken und Kunstrichtungen vereinen kann.
Ich scrappe, weil mein Mann tolle Fotos macht, die es wert sind, immer wieder angeschaut zu werden.
Ich scrappe, weil ich gerne Geschichten aus dem Leben erzähle.
Ich scrappe, um nicht zu vergessen.
Ich scrappe, um meinen Kindern greifbare Erinnerungen an ihre Familie, ihre Herkunft und ihre Kindheit zu hinterlassen.
Ich scrappe, um meine eigene Geschichte zu erzählen.
Ich scrappe, um die Geschichte meiner eigenen Familie für mich selber greifbar zu machen.
Ich scrappe, weil es mir gut tut und weil es Spaß macht.
Ich scrappe, weil ich damit auch andere begeistern kann.
Ich scrappe, um damit auch anderen immer wieder mal ein schönes Mitbringsel zukommen lassen zu können.
Ich scrappe, um meiner Familie tagtäglich zu zeigen, wie sehr ich sie liebe und wie besonders sie ist.
Ich scrappe, weil ich einfach gerne mit Worten und mit Sprache spiele.
Ich scrappe, weil ich Fotos und tollem Papier einfach hemmungslos verfallen bin.
Ich scrappe, weil es einfach das schönste Kreativhobby ist, das ich mir vorstellen kann.

Und ich teile auch gerne. Materielles genauso wie Ideen. Und ich finde es auch klasse, im Netz immer wieder auf tolle Anregungen, Freebies und kostenlose Layoutvorlagen zu stoßen. Aber alle leben auch vom Applaus, von ein wenig Lob und Anerkennung. Da geht es mir nicht anders.
Ich teile gerne und gebe auch gerne. Aber ich möchte ganz gerne gefragt werden, wenn jemand Interesse hat, die von mir gezeigten Dinge, die ich entworfen und erdacht habe, über den normalen privaten Gebrauch hinaus nutzen zu wollen. Ich werde bestimmt vieles gestatten und freue mich ja, wenn meine Ideen ankommen. Aber gefragt werden möchte ich dann schon. OK?
Na, dann los! Viel Spaß auf meinem Blog und mit den Dingen, die ich Euch hier im Laufe der Zeit zeigen werde.

Habt einen schönen Tag!
Miriam

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